Was ist Implantologie?

Einführung und Informationen

Implantologie bezeichnet das Einsetzen von Zahnimplantaten. Geschehen kann dies durch einen Zahnarzt, Mund-, Kiefer- oder Gesichtschirurgen. Erworben wird diese Fähigkeit durch spezielle Fortbildungen. Das Implantat wird in den Kieferknochen eingesetzt. So stellt das Implantat eine künstliche Zahnwurzel dar. Es verbessert die Qualität des Lebens der Patienten. Bei Zahnimplantaten bleibt im Gegensatz zu Zahnbrücken die Grundsubstanz erhalten, was einen zusätzlichen Vorteil darstellt. Durch eine Anregung des Knochenwachstums können Zahnimplantate auch den Knochenschwund vermindern beziehungsweise verhindern. Das meist eingedrehte oder -geschraubte Implantat verbindet sich nach ein paar Monaten mit dem Knochen und ist sehr widerstandsfähig und haltbar. Die angewandte Technik beim Einsetzen ist ja nach Form des Implantats unterschiedlich. Zum Großteil besteht der Zahnersatz aus Titan, es kommen aber auch keramische oder kunststoffhaltige Materialien in Frage.

Beschreibung der Implantatarten

ZahnimplantatWeltweit gibt es circa 200 bis 300 verschiedene Formen von Zahnimplantaten. Bei den hauptsächlich eingesetzten Titanimplantaten hat sich ein System durchgesetzt, welches eingeschraubt wird. Aufgrund der Oxidbildung ist Titan ein hervorragendes Material für Zahnimplantate und garantiert eine gute Verträglichkeit. Außerdem verbindet sich Titan, im Gegensatz zu anderen Materialien, durch eine direkt molekulare Verbindung mit dem Knochen. Weitere eingesetzte Formen sind unter anderem Blatt-, Disk-, Schmalkiefer- und Subperiostale Implantate. Die mit zusätzlichen Durchbohrungen versehenen Blattimplantate haben die Form eines Zylinders um eine noch bessere Verwachsung mit dem umgebenden Knochen gewährleisten. Diskimplantate sind in der Form eines skelettierten Zylinders gehalten. Sie werden von der Seite in den Kiefer eingesetzt. Schmalkieferimplantate zeichnen sich durch ihre geringe Größe aus. Deren Durchmesser von 1,8 bis 3,1 mm reicht. Sie eigenen sich zum Beispiel für minimale Zahnlücken. Weiters wird diese Implantatart in der Kieferorthopäde als Hilfsmittel benutzt. Subperiostale Implantate werden vorwiegend dann eingesetzt, wenn der Schwund des Knochens schon sehr weit fortgeschritten ist. Unter der Schleimhaut liegen diese sofort auf dem Knochen auf.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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