Wenn das Baby Zähne bekommt: Erste Anzeichen und Hilfe für
Eltern

Frisch gebackene Eltern wissen, welche wunderbare und herausfordernde Zeit beginnt, wenn das Baby endlich da ist. Auch das Baby steht vor vielen neuen Herausforderungen. Neue Geräusche, neue Gerüche, neue Eindrücke müssen verarbeitet werden. Nach ein paar Monate beginnen viele Kinder mit dem Zahnen und der erste Milchzahn kündigt sich an. Das kann starken Schmerz verursachen. Mamas und Papas wissen oft nicht, wie sie ihrem Kind helfen können, wenn die ersten Zähnchen durchbrechen. Dieser Artikel klärt auf, woran Eltern erkennen, dass ihr Baby gerade den ersten Milchzahn bekommt und gibt Tipps, wie diese ihr Kind in der schwierigen Zeit vom Zahnen unterstützen können.

Der erste Zahn

Jedes Baby verhält sich beim Zahnen anders. Manche leiden sehr darunter, wenn der erste Zahn kommt, weinen viel, sind quengelig und haben weniger Appetit. Andere zeigen nur wenig Veränderung in ihrem Verhalten. Milchzähne sind bereits vor der Geburt im Kieferknochen angelegt. Für gewöhnlich beginnen sie ab dem 6. Monat durchzubrechen. Bei manchen Babys kann dies auch schon ab dem vierten Monat beginnen oder aber auch erst später einsetzen. Der erste Milchzahn zeigt sich meistens im Unterkiefer vorne, in der Mitte. Die unteren Schneidezähne kommen zuerst. Backenzähne und seitliche Schneidezähne kommen erst später und mit ca. drei Jahren ist das Milchgebiss vollständig, sodass ein regelmäßiger Besuch beim Zahnarzt stattfinden sollte, damit später auch die bleibenden Zähne gesund und kräftig sind und bleiben.

Wie verhält sich ein Kleinkind beim Zahnen?

Wenn sich die ersten Zähne durch das empfindliche Zahnfleisch im Mund schieben, spannt, juckt, zwickt es und tut weh.Nicht jedes Kleinkind empfindet den Schmerz im Mund gleich schlimm, aber folgende typische Symptome können darauf hindeuten, dass die ersten Zähne kommen.

  • Das Baby beißt vermehrt auf seinen Fingern und auf seinen Spielzeugen herum.
  • Der Speichelfluss nimmt zu und fließt auch vermehrt aus den Mundwinkeln.
  • Das Zahnfleisch schwillt an und ist gerötet.
  • Das Baby hat häufig rote und warme Bäckchen.
  • Des Öfteren kann es zu weichem Stuhlgang und leichtem Fieber kommen.
  • Das Baby weint mehr, will oft hochgehoben werden und schläft unruhiger und weniger.

Sollten sich ernste und anhaltenden Krankheitssymptome bei einem Baby zeigen, wie hohes Fieber, ist unverzüglich ein Kinderarzt zu konsultieren!

Schnelle Hilfe für zahnende Babys

Manche Kinder haben mit dem Zahnen keinerlei Probleme und Eltern entdecken dann wie zufällig den ersten Milchzahn im Mund. Für alle Mamas und Papas, deren Kind nicht zu diesen Glückspilzen zählt, gibt es einige Tipps, wie man Erste Hilfe beim ersten Zahn leisten kann.

  1. Beißring/Beißplatte

Das erste Anzeichen ist die Entwicklung eines Beißdrangs. Das Herumkauen auf Gegenständen kann wohltuend auf das juckende und drückende Zahnfleisch wirken. Auch hier ist jedes Baby anders. Einige mögen harte Gegenstände zum Beißen und andere mögen es weicher. Für beide Möglichkeiten gibt es Beißringe oder Beißplatten. Diese lassen sich im Kühlschrank herunterkühlen und können dem Baby zusätzlich Linderung beim Zahnen verschaffen.

2. Veilchenwurzel

Als alternative und natürliche Methode zum Beißring gibt es die Veilchenwurzel. Die Veilchenwurzel ist ein holziges Wurzelteil, das beim Kauen eine schmerzlindernde Substanz freigibt. Die Wurzel sollte jedoch regelmäßig unter heißem Wasser abgespült und gesäubert werden, damit sich keine Keime oder Bakterien festsetzen können. Zu erwerben in jeder Apotheke oder im Drogeriemarkt.

3. Baby-Bernsteinkettchen

Beim Tragen eines Baby-Bernsteinkettchen werden ätherische Öle freigegeben und diese sollen eine positive Wirkung auf das Baby haben. Es muss jedoch streng darauf geachtet werden, dass sich das Kleinkind nicht verletzt beim Tragen der Kette.

4. Kamille und Salbei

Beides wirkt entzündungshemmend. Am besten eignet sich ungesüßter Tee, den das Baby über den Tag verteilt trinken kann.

5. Eisschnuller

Eiswürfelformen mit Wasser, ungesüßtem Tee oder auch Muttermilch füllen und mit einem

Gummistäbchen im Kühlfach einfrieren. Der kühlende Effekt lindert die Schmerzen am Zahnfleisch, bevor die ersten Zähne komplett durchbrechen.

6. Gekühlte Gemüsesticks

Wenn man schon mit Beikost angefangen hat und Kinder auch schon feste Nahrung bekommen, eignen sich auch kalte Karotten oder auch gekühlte Gurken aus dem Kühlschrank zum darauf Rumbeißen. Allerdings sollte das Kind dabei niemals unbeaufsichtigt bleiben. Bei Obst ist Vorsicht geboten, da Obst viel Fruchtzucker enthält, der nicht gut für die ersten Zähne ist. Auch der erste Milchzahn sollte gepflegt werden.

7. Homöopathische Mittel

Als Alternative zu richtigen Medikamenten, die viele Eltern ihren Kindern nicht geben möchten, eignet sich diese Möglichkeit besonders gut, bevor der erste Milchzahn sich zeigt. Vor allem der

Wirkstoff Chamomilla (Kamille).

8. Federwiege

Das Zahnen ist ein anstrengender Prozess. Gerade in dieser Zeit braucht das Kind viel Ruhe und am besten auch viel Schlaf. Häufig kann es allerdings nicht gut schlafen und ist sehr unruhig. Das Herumtragen des Kindes kann helfen, damit es ruhig wird, aber auf Dauer kann dies sehr belastend werden. Eine Baby-Federwiege kann hier Abhilfe schaffen, denn das Kind liegt darin 1 und wird sanft auf und ab gewogen. Das wirkt beruhigend und kann das Symptom von Unruhe abmildern.

9. Zahnungsgel

Wenn man alles probiert hat, aber tatsächlich nichts wirklich hilft, sollte ein Kinderarzt aufgesucht werden. Dieser kann über Zahnungsgels oder schmerzstillende Mittel aufklären und beraten.

10. Lätzchen

Durch den vermehrten Speichelfluss sind Brust, Hals und Strampler schnell durchnässt. Ein Halstuch oder Lätzchen kann hier Abhilfe schaffen. Es gibt dem Baby ein besseres Gefühl und ist hygienischer.

Zähneputzen und Zahnpflege beim ersten Milchzahn:

Die richtige Zahnpflege darf auch beim ersten Zahn nicht vernachlässigt werden, denn gesunde Zähne ersparen den Zahnarzt. Zahnpasta sollte erst ab dem zweiten Jahr benutzt werden, wenn das Baby das Ausspucken beherrscht. Zu Beginn reicht oft ein Tuch und Wattestäbchen. Mit diesen können Eltern die ersten Zähnchen leicht pflegen und säubern.

Fazit:

Wenn Babys Zahnen, kann dies eine schwierige Zeit für sie und die Eltern werden, aber mit ein paar Tipps lässt sich auch Abhilfe schaffen. Nicht jedes Baby ist gleich und Eltern müssen die Methode finden, die ihrem Kind beim Zahndurchbruch am besten zusagt. Das beste Beruhigungsmittel für das Baby bleibt aber immer Ablenkung und Zärtlichkeit und auch wenn die Nächte in dieser Zeit für Eltern noch kürzer sein können als sonst, so weiß man, dass es nur eine vorübergehende Phase ist.

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