Kiefer- und Gesichtschirurgie

kieferchirurgieDas Fehlstellungen des Kauapparates und minimale Abweichungen bei Zähnen, Kronen und Implantaten zu verschiedensten, teilweise gravierenden körperlichen und gesundheitlichen Beeinträchtigen führen kann, ist vielen Menschen nicht bewusst. Psychische Erkrankungen können bei Patienten durch optische Beeinträchtigungen im Gesicht-, Kopf und Halsbereich ausgelöst werden. In beiden Fällen ist für die Betroffenen der Gang zum Kiefer- oder Gesichtschirurgen die richtige Wahl. Die Kiefer- und Gesichtschirurgie ist eine fachübergreifende Disziplin, die auf dem Gebiet der chirurgischen Eingriffe am Kiefer und im Gesicht spezialisiert sind. Diese Spezialisten, die als Mindestvoraussetzung eine 5-jährige Facharztausbildung nachweisen müssen, verfügen über die längste chirurgische Ausbildung in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Kieferorthopäden arbeiten eng mit den Spezialisten der Kiefer- und Gesichtschirurgie zusammen und bindet die Chirurgen in die Behandlung ein, wenn es angebracht ist.

CMD als Volkskrankheit

Nur wenige Patienten mit körperlichen Beschwerden unterschiedlichster Art haben Kenntnis, dass es einen Zusammenhang zwischen Kieferfunktionsstörungen und den unterschiedlichsten Krankheitsbildern geben kann. Aufgrund seines komplizierten Aufbaus und der komplizierten Statik, die mit der Wirbelsäule, dem Kopf und weiteren Organen verbunden ist werden neben Kopfschmerzen der unterschiedlichsten Art bis hin zur Migräne auch andere Probleme wie Knie- und Rückenbeschwerden sowie Schwindel ausgelöst. In Deutschland leiden schätzungsweise ca. 7 Millionen Menschen unter einer Fehlstellung des Kiefers, in Fachkreisen CMD = Chraniomandibuläre Dysfunktion, genannt. Die CMD kann durch Abweichungen von der Idealform des Kiefers sowie der regulären Verzahnung und die reguläre Relation von Ober- und Unterkiefer zueinander (Offener Biss, Distalbiss und Tief-/Deckelbiss) verändert sein. Diese Fehlbildungen werden als Dysgnathien bezeichnet. Auch Platzmangel, Nichtanlagen von Zähnen, progene Verzahnung, Bukkaokklusion, Laterognathien sowie Retention und Verlagerung können einen kieferchirurgischen Eingriff notwendig machen. Für anatomische Missbildungen im Gesicht und Kieferbereich wie z.B. bei der Gaumenspalte ist das Fachkönnen des Gesichtschirurgen gefragt. Spezielle Formen der Gesichtschirurgie werden bei der Entfernung von Warzen, Haut-, Binde- und Fettgewebstumoren im Gesichts-, Kopf und Halsbereich angewendet.

Gemeinsames Vorgehen und moderne OP-Methoden

Die Behandlung durch den Kiefer- und Gesichtschirurgen geschieht Hand in Hand mit dem Kieferorthopäden. Um ein optimales Ergebnis der Behandlung zu erzielen, werden vertrauensvoll interdisziplinär auch Narkoseärzte, Hals- Nasenohrenärzte und Dermatologen zur Behandlung hinzugezogen. Im Idealfall gibt es zur Behandlung nach der gestellten Diagnose eine kieferorthopädische Vorbereitungsphase, gefolgt von der spezifischen Chirurgie, und zuletzt eine Kieferorthopädische Endbehandlung. Die Entfernung von Weisheitszähnen und Wurzelspitzenresektionen sowie der Aufbau von Knochenmasse im Kiefer zur optimalen Einpflanzung von Implantaten erfordert vom Kieferchirurgen eine Menge Erfahrung. Durch modernste Behandlungsmethoden in der Kiefer- und Gesichtschirurgie werden durch die Anwendung der Lasertechnologie spektakuläre funktionelle und ästhetische Korrekturen erzielt, die dem Gesicht unter Beibehaltung der natürlichen Persönlichkeitsmerkmale wieder Attraktivität und Harmonie verleihen. Haupteinsatzgebiet der Lasertechnologie ist die postoperative Laserbehandlung wie z.B. die Narbenglättung. Der Einsatz der Lasertechnologie kann mittlerweile auch konventionelle operative Methoden von Haut- und Gefäßveränderungen ersetzen. Ein Gefäßchirurg arbeitet nicht selten mit der innovativen Lasertechnik.

Bildquelle: © Depositphotos.com / CLIPAREA

Schreibe einen Kommentar