Discounter-Zahnarztkette unter Betrugsverdacht

Um auf dem Markt bestehen zu können, muss man sich etwas einfallen lassen. „Zahnersatz zum Null-Tarif“, das war das Verkaufskonzept der Discount-Zahnarztkette McZahn. Preiswert hergestellter Zahnersatz aus Asien machte dies möglich. Nun hat die Staatsanwaltschaft Wuppertal Ermittlungen wegen Betrugs aufgenommen. Im Verdacht stehen vier ehemalige Vorstände der Firma. Den beiden Hauptverdächtigen wird unter anderem Betrug und Untreue vorgeworfen. Es sind des McZahn Gründer Werner B und das Vorstandsmitglied Oliver D. Insgesamt sollen die beiden 900.000 Euro veruntreut haben. Die Beamten der Staatsanwaltschaft werden noch einige Zeit mit der Auswertung der Beweismaterialien verbringen. Auszuwerten sind noch 50 Kisten mit Beweismaterial und die Aussagen von 30 Zeugen.

Das Unternehmen wollte mit seinen preiswerten Angeboten langfristig 400 Zahnarztpraxen deutschlandweit eröffnen. Soweit ist es jedoch nie gekommen. Im August 2008 schaltete sich die Staatsanwaltschaft ein und schon im Oktober des gleichen Jahres meldete das Unternehmen Insolvenz an.

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