Der Zahnarztbesuch alias finanzieller Ruin

Nur sehr wenige gehen gerne zum Zahnarzt. Der Besuch dort ist meist mit Spritzen, angsteinflößenden Geräuschen und klinisch-sterilem Krankenhausgeruch verbunden. Doch richtig unangenehm wird es erst, wenn man den oftmals immens hohen Preis für die Behandlung auf der Zahnarzt-Rechnung sieht. Deshalb die Frage: Ist Zahngesundheit bereits ein Luxusprodukt?

Wer kann, investiert in die Prävention

Dass gesunde Zähne sehr wichtig sind, weiß jeder, der schon einmal Zahnschmerzen hatte. Um Karies zu vermeiden, ist regelmäßiges Zähneputzen unabdingbar. Es lohnt sich meist, eine elektrische Zahnbürste zu kaufen, da diese weitaus mehr Plaque entfernen kann. Doch belaufen sich auch hier die Kosten für gute Geräte auf stolze hundert Euro das Stück. Bei der Zahnpasta sollte man darauf achten, dass diese kein Fluorid enthält. Ganz wichtig ist das regelmäßige Putzen mit Zahnseide. Nur mit ihr lassen sich auch die Zahnzwischenräume, in welchen sich sehr gerne Bakterien ansammeln, reinigen. Jährliche zahnärztliche Kontrollen sollten unbedingt durchgeführt werden.

Teufelskreis Plomben Füllung

Doch was tun, wenn es schon zu spät ist? Allerdings werden immer mehr zahnärztliche Behandlungen nur noch zu einem Minimum von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Bei Füllungen sind das etwa solche auf Amalgam-Basis. Paradox, denn Amalgam enthält 53 Prozent des toxischen Schwermetalls Quecksilber, das ein schweres Nerven- und Zellgift ist. Obwohl Amalgamfüllungen als Sondermüll entsorgt werden müssen, wird es immer noch verwendet, weil es billig ist. Beim Kaugummikauen, Zähneputzen oder Trinken von sauren Getränken können kleinste Partikel aus den Füllungen herausgelöst werden. Diese gelangen in den Magen-Darm-Trakt, wo sie teilweise resorbiert werden. In Schweden und Norwegen sind derartige Füllungen bereits verboten. Doch wer sich in Deutschland für einen anderen Füllstoff entscheidet, wird selbst zur Kasse gebeten, rückerstattet wird im Normalfall nur der Betrag, den eine Amalgam-Füllung gekostet hätte.

Statt neuem Kleinwagen doch lieber neue Zähne?

Haarsträubend teuer wird es, wenn Zähne ersetzt werden müssen. Auch hier gilt wieder, wer sich qualitativ hochwertiges Material und ein langanhaltendes Ergebnis wünscht, wie es beispielsweise mit Implantaten erreicht werden kann, muss sehr tief in die Tasche greifen. Denn ein einziges Implantat kostet oft bis zu 2.000 Euro. Da ist es nicht verwunderlich, dass man mittlerweile schon beim Zahnarzt den Kredit für den Zahnersatz beantragen kann. Praktisch! Nur leider auch ein weiteres Indiz dafür, dass Zahngesundheit immer mehr zum absoluten Luxus wird.

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